„Emotion mit sehr hohen Nebenkosten“ – Schlösser in Salzburg

Schlosskäufer in Salzburg wollen Stadtnähe und Landidylle in einem. Diesem fast unerfüllbaren Wunsch stehen exorbitante Betriebskosten gegenüber, die den Wenigsten etwas ausmachen.

Ein Schloss ist Emotion mit ziemlich hohen Nebenkosten. In der Festung Hohenwerfen betragen die Betriebskosten im Jahr rund 200.000 €, sagt Maximilian Brunner von der Salzburger Burgen- und Schlösserbetriebsführung –nur die einfache Instandhaltung wohlgemerkt. Dennoch wollen immer wieder Menschen ihr Leben in jahrhundertealten Mauern verbringen, mit oftmals zu hohen Vorstellungen, weiß Benedikt Seiler [sic] von der Immobilienkanzlei Alexander Kurz. Der Wunsch nach einem romantischen Schloss mit Park, Teich und Schwänen sei so gut wie unerfüllbar, ebenso der nach dem stadtnahen Anwesen mit ländlicher Idylle, der in Salzburg oft geäußert wird. Demgegenüber stehen hohe Preisvorstellungen der Verkäufer.

Preisvorstellungen

Mit vier Schlössern in Salzburg ist die Immobilienkanzlei Alexander Kurz derzeit auf dem Markt. Zwei, drei andere Schlossherren wären bereit zu verkaufen, sagt Seiler [sic]. Dazu braucht es allerdings Käufer, die sich Schloss und Familiengeschichte etwas kosten lassen wollen. Schlossbesitzer verkauften in den seltensten Fällen aus finanzieller Not heraus, sagt Seiler [sic], sondern um das Erbe für mehrere Kinder vorab aufzuteilen oder weil diese die Begeisterung für das elterliche Schloss nicht teilen.

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Die hohen Nebenkosten für ein Schloss sieht Makler Benedikt Seiler [sic] eigentlich nur für gewerbliche Kunden als Hinderungsgrund für einen Schlosskauf. Schlosskäufer nutzen die Immobilie in der Regel privat, die Kunden sind aber auch Bauträger, die das Gebäude für andere Verwendungszwecke adaptieren. Grundsätzlich gilt, dass der Wert nicht nur durch den Zustand des Schlosses definiert ist, sondern auch durch die Grundstücksgröße und den angeschlossenen Wald.

(Wirtschaftsblatt Salzburg, Daniela Müller, Foto: Neumayr)

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