Osterfestspiele und „Art & Antique“

„Die Atmosphäre von Salzburg ist durchdrungen von Schönheit, Spiel und Kunst.“
~ (Max Reinhard)

Seit Jahren schon ist sie kein Geheimtipp mehr, denn die, die sich für Antiquitäten und die schönen Künste interessieren kennen sie oder haben zumindest schon von ihr gehört: Die Antiquitätenmesse in der Residenz in Salzburg zur Osterzeit. Heute führt sie den passenden und eleganten Namen „Art&Antique“ und übertrifft jährlich wieder die bereits hohen Erwartungen der Besucher und Aussteller. Es liegt in der einzigartigen Kombination aus den Osterfestspielen, die schon immer ein weltweit interessiertes Publikum angezogen haben, und aus der Sammelleidenschaft dieser besonderen Klientel, die diese Festspiele besucht. Denn nirgendwo anders, sind sich die jährlich wiederkommenden Aussteller einig, trifft man in so kurzer Zeit an einem Platz ein so brilliantes Publikum. Auch das macht Salzburg einzigartig.

Tradition mit kunsthistorischen Werten
Die Ausstellung mit Exponaten aus Kunst, Antiquitäten und Design ist mittlerweile Tradition geworden. Hier treffen sich Kunstsinnige aus aller Welt im glanzvollen Rahmen der Spätrenaissance, den Prunkräumen der Residenz, um Wertvolles aus vergangenen Tagen ebenso wie Zeitgenössisches anzusehen, zu begutachten und auch zu kaufen. Der Rahmen ist einzigartig, in Kombination mit den Exponaten aber geradezu perfekt. Der Schwerpunkt der Exponate liegt natürlich, dem Namen der Ausstellung folgend, kunsthistorischen in der Vergangenheit. Aussteller wie der Wiener Galerist Eberhard Kohlbacher haben dazu klare Statements: Zeitgenössisches ist oft schon nach wenigen Jahren Geschichte. Manchmal auch im negativen Sinn, weil das eben die Eigenschaft von Contemporary Art ist – das Tempo und damit eben in manchen Fällen auch die Kurzlebigkeit ist unheimlich hoch.

Inspiration pur
Nirgendwo sonst in Österreich, auch kaum in Europa, findet der Kunstinteressierte eine vergleichbare Dichte an Ausstellungsstücken. Entstanden ist der erlauchte Salzburger Osterfestspielkreis aus den Freunden Herbert von Karajans, für welche diese Osterfestspiele ursprünglich konzipiert wurden. Die „Art & Antique“ ist eine logische Erweiterung des Angebotes und bietet dem Besucher die Gelegenheit, sich von den führenden Galeristen und Antiquitätenhändlern sowie deren besten Exponaten inspirieren zu lassen.

Perfektion in mehreren Akten
Der Kombination aus Osterfestspielen und Kunstausstellung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Denn sie ist perfekt auf eine Zielgruppe abgestimmt, deren Ansprüchen nach oben wenig Grenzen gesetzt sind. Ein Picasso, mehrere Waldes und ein wunderbarer Hodler zierten letzthin die Wände der Räumlichkeiten in der Residenz und waren dabei beileibe nicht die einzigen Kunstwerke von Bedeutung. Vor allem auch die Internationalität des Publikums zu Ostern in Salzburg ist das Besondere und macht auch den Reiz für die Galeristen der „Art & Antique“ aus. Der Zeitpunkt ist aber nicht nur aufgrund der Osterfestspiele perfekt gewählt: auch das Raumklima in der Residenz ist zu dieser Jahreszeit perfekt – sowohl für die Kunstwerke als auch für die Besucher. So verweilt man gern, lässt die Kunstwerke in ihrer ganzen Intensität wirken, kommt zur Ruhe und damit vielleicht auch in Kauflaune.

10 Tage zu Ostern
Die „Art & Antique“ oder „Salzburger Antiquitätenmesse“ findet in der Salzburger Residenz alljährlich vom Samstag vor dem Palmsonntag bis Ostermontag statt.

 

stil&wert im Gespräch mit Galerist Eberhard Kohlbacher über Superstars, einzigartige Kombinationen und eine Atmosphäre, die ihresgleichen sucht:

stil&wert: Herr Kohlbacher, Sie stellen seit Jahren hier auf der „Art & Antique“ aus, was bedeutet diese Messe für einen Galeristen?
Eberhard Kohlbacher: Die Art & Antique ist für uns eine einmalige Gelegenheit, unsere Exponate einem internationalen und kaufkräftigen Publikum in Österreich zu präsentieren. Und das konzentriert in zehn Tagen, das ist unheimlich effizient.

Sie stellten heuer einen Picasso vor und auch andere Bilder internationaler Superstars – gibt es dafür ernsthaftes Interesse?
Eberhard Kohlbacher: In diesen zehn Tagen kommen bis zu zehn Besucher am Tag vorbei, die sowohl über die notwendige Sammlerkenntnis verfügen, als auch über die entsprechenden Mittel für diese Liga. Das ist hier, neben dem prächtigen Rahmen, der besondere Reiz.

Apropos Standort; wie ist es für Sie, jedes Jahr Ostern in Salzburg zu feiern?
Eberhard Kohlbacher: Es ist mir und meiner Familie jedes Mal wieder eine Freude hier sein zu dürfen. Die Atmosphäre, das Publikum und die Festspiele – das ist eine einzigartige Kombination, die wir nicht nur als Galeristen sondern besonders auch als Familie nicht missen möchten.

Danke für das Gespräch!
Walter Freller, Linzer Kunsthändler, unter anderem mit einer Spezialisierung auf Werke von Alfons Walde, stand „Stil & Wert“ für ein Interview zur Verfügung.

stil&wert: Lieber Herr Freller, danke dass wir wieder in Ihrer Nähe unsere Immobilien präsentieren dürfen. Wie geht’s Ihnen auf der „Art & Antique“?

Walter Freller: Wir sind spezialisiert auf das 19. und 20. Jahrhundert. Da besonders auf die Zwischenkriegsjahre: also Faistauer, Moll und natürlich auf unser Spezialgebiet: Alfons Walde. Das ist perfekt für die Zielgruppe der Salzburger Gäste – ein quasi maßgeschneidertes Programm.

Alfons Walde ist hier mit mehreren Exponaten vertreten – was macht seinen Zauber aus?

Walter Freller: Wir sind die Nummer 1 für Werke des Künstlers Alfons Walde in ganz Europa. Und das Schöne ist, ein Walde ist etwas ganz Besonderes in der heutigen Zeit. Es gibt keinen vergleichbaren Künstler, welcher die Tiroler Landschaft, die Tiroler Bauern so wiedergibt wie er. Er malt das raue Klima und die Härte des Bergbauernlebens – das ist einfach brillant!
stil&wert: Leben sie während der Osterwoche hier in Salzburg?

Walter Freller: Wir haben hier Tag und Nacht volle Terminkalender – da ist es klar, dass wir in dieser Zeit in Salzburg bleiben. Und es fällt uns nicht schwer zwischen Festspielen, großartigen Restaurants und guten Gesprächen auch den Reiz dieser herrlichen Stadt zu genießen!

stil&wert: Danke Herr Freller und viel Erfolg weiterhin.